Bauprojekt ARGE Fichtenstraße in 85774 Unterföhring

Objektbilder

Projektbeteiligte

Bauherrin:
Gemeinde Unterföhring
85774 Unterföhring

Projektsteuerung:
Dornier Consulting International GmbH
80807 München

Bauüberwachung:
Mann + Partner Architekten
81675 München

Totalübernehmer:
ARGE Fichtenstraße GbR
85232 Bergkirchen

Generalplaner:
hoch3 Gewerbebau
85764 Oberschleißheim

Beschreibung

Bauprojekt ARGE Fichtenstraße in 85774 Unterföhring

Im Auftrag der Gemeinde Unterföhring sollten 7 Gebäuderiegel mit insgesamt 228 Wohnungen in der Fichtenstraße 1-55 mit 28 Aufzugsanlagen versehen werden.
Ziel der Maßnahme war es, in den 4-geschossigen Gebäuderiegeln schwellenlose Zugänge von den Aufzugsanlagen in die jeweiligen Wohnungen zu schaffen. Deshalb wurden die vorhandenen Treppenhäuser entkernt und zusammen mit den Aufzugsanlagen neue Treppenanlagen errichtet.
Die Mieter sollten dabei während der Bauzeit in ihren Wohnungen verbleiben können, es waren Nottreppentürme als provisorische Zugangsmöglichkeit vorzusehen, solange die entkernten Treppenhäuser nicht zur Verfügung standen.

Neben der eng angesetzten Bauzeit von nur 15 Monaten waren vor allem besondere gründungstechnische, statische und brandschutztechnische Themen zu meistern.
Auch die Planung des Baustellenablaufes unter oben genannten Voraussetzungen und die Ermöglichung der Befahrbarkeit der Tiefgaragendecken während der Bauausführung mit schwerem Gerät waren zusätzliche Herausforderungen.

Durch sehr gute Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten konnten die 28 Stück Aufzugsanlagen samt umgebauten Treppenhäusern bereits Ende November 2018 nach nur 13 Monaten Bauzeit wieder vollfunktionsfähig in Betrieb genommen werden.

Das Projekt wurde von hoch3 im Building Information Modelling-Verfahren (BIM) geplant und der Bauherrschaft ein IFC-Modell mit den wichtigsten Bauteilkennwerten übergeben.

über das Bauprojekt

Die Gemeinde Unterföhring wollte bei 7 Stück in ihrem Besitz befindlichen Gebäuderiegeln mit insgesamt 228 Wohnungen vor allem der älteren Mieterschaft die Möglichkeit geben, langfristig in den Wohnungen verbleiben zu können.

Deshalb wurde die Errichtung von 28 Stück neuen Aufzugsanlagen ausgeschrieben, wobei ein erklärtes Ziel der Maßnahme die Schaffung von schwellenlosen Zugangsmöglichkeiten von den neuen Aufzugsanlagen in die Wohnungen war.

Den Zuschlag für die Baumaßnahme als Totalübernehmer bekam die ARGE Fichtenstraße, vertreten durch Herrn Michael Butz als Geschäftsführer und Firmeninhaber der Butz Aufzüge GmbH aus Bergkirchen.

Hoch3 Gewerbebau wurde als Generalplaner eingeschaltet und erstellte neben den Architektenleistungen mit ihren Partnerbüros auch die statischen Berechnungen zu den Umbauarbeiten am Bestand und zu den neu zu errichtenden Bauteilen.
Dabei wurden die Tragkonstruktionen des vorgezogenen Treppenhauses sowie der neuen Aufzugsanlagen nicht am Gebäudebestand verankert, sondern als selbsttragende Konstruktionen errichtet. Damit konnte die Gefahr von Rissbildungen an den Bestandsgebäuden durch massive Eingriffe und zusätzliche Belastungen der vorhandenen, tragenden Bauteile vermieden werden. Auch eine saubere Entkopplung der Aufzugsanlagen vom Gebäudebestand konnte erfolgen und somit Schallübertragungen auf die Wohnungen bestmöglich verhindert werden.
Im Zuge der Umplanung und Neugestaltung der Hauseingänge samt Zuwegungen wurden auch die Feuerwehrzufahrten neu angeordnet und damit die Zugänglichkeit zu den Wohnungen im Ernstfall deutlich verbessert.

Die im Bestand vorhandenen Tiefgaragen wurden mangels aussagekräftiger Bestandsstatiken ebenfalls in statischer Hinsicht untersucht und durch gezielte Unterstützungsmaßnahmen während der Bauzeit so ertüchtigt, dass eine Befahrung mit schwererem Gerät möglich war und dadurch eine effiziente Baustellenabwicklung in den Treppenhausbereichen möglich war.

Die einzelnen Wohnungen wurden mit Nottreppentürmen auf der Gebäuderückseite als provisorische Zugangsmöglichkeit versehen. Die Mieter konnten über provisorische, abschließbare Eingangstüren ihre Wohnungen erreichen, solange die, zeitweise vollentkernten, Treppenhäuser nicht zur Verfügung standen.
Durch eine gezielte Planung und Koordination der Baustellenabläufe konnte dabei die Sperrzeit der einzelnen Treppenhäuser bis zur Wiederbenutzbarkeit auf wenige Wochen reduziert werden.

 

Die filigranen Stahl-Glas-Konstruktionen der Fahrschächte in Kombination mit der Pfosten-Riegel-Fassade der Eingangsanlagen fügen sich sehr gut in den Gebäudebestand ein. Die bestehenden Wohnanlagen haben durch die Errichtung der neuen Aufzugsanlagen und den Umbau der Treppenhäuser eine echte Aufwertung erfahren.

 

Durch die sehr gute Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten konnte der doch sehr eng gesetzte Zeitrahmen für die Durchführung der Baumaßnahme eingehalten werden und alle 28 Stück Aufzugsanlagen nach nur 13 Monaten Bauzeit und sogar noch vor dem vereinbarten Fertigstellungstermin voll funktionsfähig übergeben werden.

Kundenrezension

Mit hoch3 Gewerbebau als Generalplaner haben wir das anspruchsvolle Projekt innerhalb kürzester Zeit frist- und kostengerecht planen und umsetzen können. Hierbei waren die durchdachte Planung und die vorbildliche Koordination entscheidend für eine reibungslose Umsetzung.

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